Die Must-Haves und No-Gos für Deinen Yogaunterricht und Deine Yogapraxis im Winter!

Ist Dir auch schon aufgefallen, dass sich Deine Yogapraxis in Zyklen verändert? Es gibt Phasen, da fühlst Du Dich total kraftvoll und energiegeladen. Dann gibt es Zeiten, in denen bist Du weich wie Butter oder dann auch immer mal wieder welche, wo Dein Körper eher fest ist und nicht nachzugeben scheint. Oder auch mental gibt es Zeiten, in denen Du super konzentriert bist und Ruhe im Kopf herrscht, und dann Phasen, wo Du eher unkonzentriert bist …

 

Es gibt natürlich viele Aspekte, die auf Dich und Deine Praxis Einfluß haben. Bist Du gerade im Urlaub oder in einer stressigen Phase? Bist Du emotional aufgewühlt oder total entspannt? Was hast Du gegessen, wie steht der Mond und für die Mädels … wo stehst Du in Deinem Zyklus? Aber abgesehen von all diesen Faktoren hat auch der Sonnenstand einen Einfluss auf Dich und Deinen Körper. Dir ist sicher schon mal aufgefallen, dass du morgens eher fest oder sogar steif bist und am Nachmittag oder abends eher beweglich. Aber nicht nur das, sondern auch der Sonnenstand bezogen auf die Jahreszeiten hat einen Einfluß darauf, wie Dein Kopf arbeitet und auch darauf, wie Dein Körper funktioniert.

 

Jetzt im Herbst und Winter stellst Du vielleicht fest, dass Du weniger belastbar bist als sonst. Vielleicht merkst du, dass du in den Jahreszeiten, wo die Tage kürzer und die Nächte länger sind, weniger Energie hast als an warmen, langen Tagen. Die Tendenz in Deinem Körper ist daher auch weniger Kraft und Stabilität, dafür aber mehr Kreativität und Mobilität. Dein Körper braucht in dieser Zeit viel Pflege und wenig Belastung. Und so ist es super, wenn Du auch in Deiner Yogapraxis und in Deinen Meditationen darauf achtest, den Prinzipien, die eher für Ungleichgewicht sorgen, entgegen zu wirken, um Deinen Körper maximal zu unterstützen.

 

 

Was kannst Du also tun? Hier kommen die Must-Haves …

 

Passe die Intensität Deiner Praxis an Dein Energielevel an.

Wenn Du häufig kraftlos und schlapp bist, dann gehe nicht über Deine Grenzen und pushe Dich zu einer schweisstreibenden Praxis, sondern lass es etwas ruhiger angehen. Für mich als Ashtanga Yogi (wir üben ja immer die gleich Sequenz), ich steuere dann über das Tempo und auch die Anzahl der Vinyasas. Sei achtsam mit Deiner Kraftgrenze, die hat einen Grund. Und im Gegensatz zum Frühling, wo es vielleicht eher der Schweinehund und Faulheit sind, denen man ruhig mal in den Hintern treten kann, gilt es in dieser Jahreszeit eher der Grenze Gehör zu schenken und es gemütlicher angehen zu lassen.

 

Genieße Gleichförmigkeit und Wiederholungen.

Um das Durcheinander, das in dieser Jahreszeit eventuell in Deinem Körper oder aber auch in Deinem Kopf herrscht, entgegenzuwirken, ist es super, nicht zu viel herumzuexperimentieren. Suche Dir eine Sequenz, die Du einfach immer wieder übst. (Hier haben wir Ashtangis es besonders leicht ;-)) Wenn Dir das zu langweilig ist, dann mache innerhalb Deiner Praxis viele Wiederholungen. Um Dein aufgewühltes Nerven- und Energiesystem zur Ruhe zu bringen, ist es super, wenn Dein Körper schon weiß, was kommt. Daher gilt eher Routine, Gleichförmigkeit und Wiederholungen. Als Pranayama eignen sich Ujjayi Atmung oder auch Nadhi Shodana oder auch Brahmari hervorragend. Alles Atemübungen, die mehr Rhythmus und Ruhe in Dein System bringen.

 

Entlaste den unteren Rücken und entspanne das Becken.

Da in dieser Jahreszeit Verdauungsbeschwerden, aber auch Spannungen im Becken und unteren Rücken zunehmen können, wähle Deine Asanas dementsprechend aus. Vorbeugen wie Uttanasana (Stehende Vorbeuge), Paschimottanasana (Sitzende Vorbeuge), Balasana (Kind Position), aber auch ein paar sanfte Rückbeugen wie Shalabasana (die Heuschrecke) oder Dhanurasana (der Bogen) sind super. Alle Hüftöffner schaffen Platz im Becken und vorsichtige Drehungen sorgen für Entlastung entlang der Wirbelsäule und entspannen den unteren Rücken.

 

 

Und hier kommen die No-Gos …

 

Auszukühlen beim Üben ist jetzt besonders ungünstig.

Achte darauf, in einem warmen Raum zu üben, dass der Boden von unten nicht kalt ist (besorge Dir evtl. eine dickere Matte) und vor allem in der Endentspannung decke Dich so zu, dass Du nicht zu frieren beginnst. Die Kälte, die in dieser Jahreszeit herrscht, ist auch in Deinem Körper präsenter als sonst. Um so wichtiger ist es, dafür zu sorgen, Wärme zu erzeugen oder auch zu konservieren.

 

Zu viele Rückbeugen lieber auf den Frühling verschieben.

Intensive Rückbeugen sind sehr aktivierend. Sie haben einen intensiven Einfluss auf Dein Nerven- und Energiesystem. Das hast Du vielleicht schon mal festgestellt, wenn Du viele Brücken, DropBacks oder aber Backbends am Abend gemacht hast, dass es deutlich schwerer war für Dich, einzuschlafen. Intensive Rückbeugen wecken Dich auf und bringen Dich in Schwung. Da Dein Nerven- und Energiesystem eh gerade wilder unterwegs ist als sonst, ist es ungünstig, das in Deiner Praxis noch mehr zu fördern. Daher wähle Deine Rückbeugen mit Bedacht.

 

Hektik und große Klassen eher vermeiden.

Die Tendenz ist es, gerade jetzt, wo wir uns mehr in Richtung Vorweihnachtszeit und Jahresende bewegen, mehr Hektik, Stress und Zeitmangel zu produzieren und dann in letzter Sekunde im Yogastudio anzukommen oder auch direkt nach Deiner Praxis sofort von Deiner Matte aufzuspringen zum nächsten Date.  Auch das ist gerade jetzt eher unförderlich. Genauso wie Du vielleicht merkst, dass große Menschenansammlungen, zum Beispiel irre volle Yogaklassen, eher mehr Stress in Dir bewirken als Stress loszuwerden. Das liegt daran, dass jeder Mensch in Deiner Nähe seinen eigenen energetischen Input zu der Situation beiträgt. Wenn also viele davon auf einem Haufen sind, kann das so etwas wie einen Input-Overload geben. Sei also wach, wie es Dir damit geht, plane etwas mehr Zeit vorher und nachher ein und wähle bewusst aus, wo Du wann übst.

 

All die Tipps basieren auf dem Wissen, was Ayurveda ins Yoga mit hinein bringt. Im letzten Blogartikel bin ich mehr auf die unterschiedlichen Konstitutionstypen eingegangen. Dies ist ein wertvoller Schatz, um Deine eigenen Praxis, aber auch die Deiner Yogaschüler, individueller an die Umstände, aber auch an die eigenen Konstitution, anpassen zu können. So kannst Du ausschliessen, Dich durch Yoga noch mehr ins Ungleichgewicht zu bringen, und immer mehr Aspekte dieser wunderbaren Praxis für Dich und Deinen Yogaunterricht noch effektiver und bewusster einzusetzen. Wenn Du darüber mehr lernen willst und Lust hast, Ayurveda in Deinen Yogaunterricht und/oder Deine eigene Yogapraxis einzubauen, oder aber vielleicht mehr individuelle Einzelstunden, Workshops mit Schwerpunktthemen aus diesem Bereich geben willst, dann komm zu meinem Workshop “Ayurveda in der Yogastunde”. Unten mehr dazu!

 

Ansonsten wünsche ich Dir frohes Experimentieren mit den unterschiedlichen Aspekten Deiner Praxis. Und ich würde mich freuen, unten in den Kommentaren von Dir zu hören, wie es Dir damit geht, oder auch, was Deinen Ideen und Erfahrungen sind mit dem Anpassen Deiner Yogapraxis.

 

Liebe Grüße,

Dana

 

 

Ayurveda in der Yogastunde 03. – 04. Dezember 2016 jeweils von 9 – 16:30 Uhr.
Der Workshop kostet 195 Euro. Der Workshop ist auch Teil unserer 300 Std. Yogalehrerausbildung und kann für Yogalehrer, die bei der Yogaalliance registriert sind, als Continuing Education genutzt werden.

Es geht darum, ein Grundverständnis über die Dosha-Philosophie aus dem Ayurveda zu bekommen, so dass Du Deine Praxis, Deinen Yogaunterricht, egal ob reguläre Kurse, Specials oder Einzelstunden, anpassen kannst auf die Person und auf die Tages-,  Jahreszeiten- und Lebenszyklen. So ermöglichst Du Dir und Deinen Schülern, eine effektivere, sicherere Praxis mit besseren Ergebnissen. Als Yogalehrer erschaffst Du Dir außerdem ein Alleinstellungsmerkmal auf dem großen Markt der Yogalehrer, so dass Du Dich aus der Masse abhebst und ein attraktiveres Angebot für Deine Schüler bist.

 

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