Die drei wichtigsten Tools für sichere und effektive Adjustments

 

Adjusten ist eine Kunst! Einerseits brauchst Du ein gutes Verständnis der Anatomie, Strukturen und der Biomechanik im Körper. Andererseits brauchst Du auch die Kompetenz und letztendlich die Erfahrung mit unterschiedlichen Körpern, um nicht nur zu sehen, was an der Position nicht funktioniert, sondern auch, wie Du Deine Schüler dann dahin bekommst, wo Du sie hin haben willst.

Gerade in dynamsichen Yogastilen kommt dann noch hinzu, dass Du meist wenig Zeit hast in einer Position, da wir ja oft nicht viele Atemzüge vor Ort bleiben, sondern direkt weiter in die nächste Position gehen. Daher ist es um so wichtiger, dass die Handgriffe sitzen. Hier ist, was Du beachten musst, damit Deine Adjustments Deine Schüler optimal unterstützen, anstelle davon, sie aus ihrem Flow oder auch aus dem eigenen Gleichgewicht zu bringen.

 

 

1. Wissen, was die Information an Deinen Schüler ist vs. ein Adjustment abliefern

 

Das kennst Du bestimmt, Du bist bei einem Lehrer, turnst vergnüglich vor Dich hin und bist noch nicht mal richtig in der nächsten Position und wirst auf einmal adjusted. Du hattest nicht die Möglichkeit, Dein eigenes Gleichgewicht zu finden, und weißt auch nicht so genau, was der Lehrer von Dir will, und eigentlich bringt das Ganze Dich eher raus als Dich tiefer in Deine Praxis zu bringen. Nicht machen!

Oft ist es so, dass Du ein Set an Standard-Adjustments in Peto hast und die einfach immer dann ablieferst, wenn Deine Schüler zufällig in dieser Position sind. Das ist erstmal natürlich nicht falsch, und gerade am Anfang ist es auch wichtig, Übung zu bekommen und Erfahrungen zu sammeln an möglichst vielen Körpern. Das kann funktionieren, hat aber seine Grenzen. Langfristig günstiger und vor allem viel wirkungsvoller ist eine komplett andere Herangehensweise.

 

 

2. Entwickele Dein Adjustment-Auge

 

Als erstes musst Du ein Auge dafür entwickeln, was die Grenze Deines Schülers in der jeweiligen Position ist. Fast selbsterklärend, aber nicht immer selbstverständlich muss der Schüler sich dafür in seiner Position eingefunden haben und Du einen Moment Zeit, um zu beobachten und zu evaluieren. Wie steht er in der Position? Wie ist das Fundament? Wie stehen die Füße? Wie sind Beine und Becken ausgerichtet? Läuft der Schüler Gefahr, sich in irgendeinem Bereich zu verletzen? (Dafür ist es auch wichtig, die Schwächen und gegebenenfalls die Krankheitshistorie zu kennen, denn da gilt es vielleicht ganz besonders vorsichtig in bestimmten Bereichen zu sein.) Wie ist die Position insgesamt? Wie leicht oder schwer fällt es demjenigen gerade? Wie ist sein Atem? ... um nur einige Aspekte zu nennen, mit denen Du anfangen kannst.

 

 

3. Setze Prioritäten und fang von der Basis aus an

 

Wenn Du gesehen hast, was die Grenze ist, ist es wichtig, Prioritäten zu setzen. Ich erinnere mich, dass ich, gerade als ich angefangen habe zu unterrichten, alle, aber auch wirklich ALLE Informationen zu dieser Position und zu den Dingen, die mir aufgefallen waren loswerden wollte. Auch das – nicht machen!! Für die Schüler ist es viiiiieeel wertvoller, 1–2 Informationen oder Arbeitsrichtungen zu bekommen und dann auch tatsächlich die Chance zu kriegen diese zu integrieren. Bei einem Overload an Input tilted der Verstand und sobald die Person aus der Position raus ist, hat er die Infos auch wieder vergessen. Und natürlich gilt es an dieser Stelle auch zu beachten, ob Du gerade mit einem Neuling oder einem Profi arbeitest. Der Neuling wir damit beschäftigt sein, überhaupt erst mal seine Gräten zu sortiern und glücklich damit sein, wenn alle Extremitäten in etwa an dem Platz sind, wo sie hingehören. In diesem Fall beschränkst du Deinen Input auf Verletzungsprävention und vielleicht auf einen einzigen Aspekt. Bei Fortgeschritteneren Yogis dürfen es auch mal 2–3 Aspekte sein und die Art des Inputs, wenn die Basis der Position stimmt, in feinere Bereiche der inneren Arbeit gehen wie zum Beispiel, feiner mit Längen in bestimmten Bereichen oder auch dem Atem oder den Bandhas zu arbeiten.

 

Wenn Du Dein Auge schulen willst und auch die Skills haben möchtest, wie Du –wenn Du einmal sehen kannst, was nicht funktioniert – was Du dann tun kannst, um Deine Schüler bestmöglich zu unterstützen, dann komm zu unserem Adjustment Training Level 2 oder aber auch zu unserem Technik-, Alignment- und Anatomie-Workshop Unterkörper und Bandhas. Beide Workshops werden unterrichtet von der wunderbaren Anna Rossow, die nicht nur viele Jahre Erfahrung mit dem Thema hat sondern auch Osteophatin in Ausbildung ist und so Yoga und Biomechamik optimal vereint und so ‘rüberbringen kann, dass auch wir normalen Yogis das verstehen. Schau’s Dir mal an!

 

Wir haben in beiden Workshops noch ein paar Plätze frei! Wenn es für Dich an der Zeit ist, Deine eigene Praxis und – wenn Du unterrichtest – auch Deine Unterrichtsskills nach vorne zu bringen, melde Dich an! Wir lieben Alignment und lieben es, diese Kunst weiterzugeben! 

 

 

 

 

Wir sind überzeugt davon, dass Alignment und Achtsamkeit Hand in Hand gehen. Natürlich ist Yoga eine wunderbare Körpertherapie, aber die dahinter liegende Absicht – vor allem in der Ausrichtung – ist es, Deine Achtsamkeit und Wachheit zu schulen. So hat Dein Verstand einen Ort, eine Aufgabe, an der er sich festhalten kann, während Du übst. Super spannend wird es in den feineren Schichten. Wenn Dich das interessiert, solltest Du bei dem Bandhas- und Unterkörper-Workshop dabeisein. Schau doch einfach mal rein! Klicke auf die Bilder und schau Dir die Details an!!

 

 

Und lass mich wissen, was Du über die drei wichtigsten Aspekte des Artikels denkst? Was ist Dein Lernfeld und was ist Dein nächster Schritt? Hast Du konkrete Fragen? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

 

See you on the mat!

 

Deine Dana.